20 Milliarden Franken pro Jahr

Ein Viertel der gesamten Schweizer Bevölkerung im Alter von über 20 Jahren leidet unter Rückenschmerzen. Die Erkrankung des Bewegungsapparates kostet die Schweiz über 20 Milliarden Franken im Jahr. Es handelt sich hierbei nicht nur um rein medizinische Kosten, sondern auch um Kosten, die durch Abwesenheiten vom Arbeitsplatz entstehen.

Rückenschmerzen sind nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweit teuersten Gesundheitsleiden der Schweiz und schaden somit nicht nur der Lebensqualität, der Betroffenen, sondern auch der Wirtschaft. Erkrankungen des Bewegungsapparates sind zudem der häufigste Grund für eine Berufsunfähigkeit und einer der Hauptgründe für einen vorzeitigen Berufsausstieg.

Ergonomie am Arbeitsplatz

Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten Ursachen für Abwesenheiten vom Arbeitsplatz. Ein Großteil dieser Beschwerden wird durch falsche Ergonomie am Arbeitsplatz hervorgerufen. Vor allem Berufstätige, die viel Sitzen und zu wenig Bewegung haben, leiden unter der Krankheit des Bewegungsapparates. Schlecht eingestellte Bürostühle oder zu niedrige Tische können Gründe für Rückenschmerzen sein.

Arbeitgeber sind für einen entsprechenden Arbeitsschutz verpflichtet und sollten rechtzeitig Maßnahmen ergreifen um der chronischen Krankheit entgegenzuwirken. Natürlich ist der Arbeitsplatz nur ein Teil der Ursache. Hauptursachen für chronische Rückenleiden sind zu wenig Bewegung, eine schwache Rumpfmuskulatur, Übergewicht, Sorgen, Probleme oder Stress.

Am Arbeitsplatz kommt es jedoch oft zu Belastungen durch langes Sitzen, langes Stehen, körperlichen Überbelastungen oder einer falschen Körperhaltung am Schreibtisch. Dadurch können Verspannungen entstehen, die sich durch den alltäglichen Stress sogar verschlimmern und zum chronischen Problem werden können.

Arbeitsunfähigkeit durch Rückenleiden

Rückenprobleme und Bandscheibenvorfälle sind die häufigsten Erscheinungen bei Muskel-Skelett-Erkrankungen. Die genauen Ursachen sind meist schwer festzustellen, jedoch zählen die Arbeitsbedingungen zu den Hauptgründen. Bei über 80% aller Patienten wird keine Diagnose gestellt, sondern langes Sitzen in schlechter Haltung als Ursache verbucht.

Für Unternehmen ist das natürlich problematisch, denn Rückenschmerzen der Mitarbeiter können sich äußerst negativ auf ihre Arbeit auswirken. Chronische Rückenleiden beeinflussen die Produktivität, die Motivation und auch die Anwesenheit im Job. Für die Arbeitgeber bedeutet dies schwächere Leistungen und eine mangelnde Qualität der Arbeit.

Auch wenn hauptsächlich ältere Leute von den chronischen Schmerzen betroffen sind, sollten jüngere Mitarbeiter vor ihnen geschützt werden, sodass sie erst gar nicht entstehen.

Präventionen gegen Rückenleiden beeinflussen somit nicht nur das allgemeine Wohlbefinden der Arbeitnehmer, sondern können auch im Wettbewerb vom Vorteil sein.

Wenn der Arbeitsplatz keine gesundheitlichen Probleme verursacht, kann die Qualität der Arbeit wesentlich verbessert werden und Fehlzeiten verringert werden.

Wie können Unternehmen Rückenleiden ihrer Mitarbeiter vorbeugen?

Unternehmen können die Rückenschmerzen ihrer Mitarbeiter durch verschiedenste Maßnahmen verringern oder sogar verhindern. Verstellbare Schreibtische und Stühle können dabei helfen eine gute Körperhaltung aufrecht zu erhalten und somit Belastungen der Wirbelsäule verhindern.

Positionswechsel und genügend Pausen sind unglaublich wichtig. In jedem Job sollte Bewegung vorhanden sein, auch wenn es sich dabei beispielsweise um einen längeren Weg zum Kopierer handelt. Entspannungsübungen oder Dehnübungen können am Arbeitsplatz in der Kaffeepause durchgeführt werden und helfen auch Stress zu verringern.

Bewegung, eine gute Körperhaltung, richtiges Stressmanagement und eine rückenschonende Arbeitsgestaltung sind das Um und Auf um Rückenschmerzen zu verringern. Die Ergebnisse führen zu einer besseren Qualität der Arbeit, einer höheren Mitarbeiterzufriedenheit und einem höheren Umsatz durch weniger Fehltage.